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EinleitungBearbeiten

Fußball gilt heutzutage als weltweit beliebteste Mannschaftssportart. Über Jahrtausende hinweg hat sich der Fußball immer weiter entwickelt. Aber was ist eigentlich Fußball? Wo kommt der Fußball her und wer hat ihn erfunden? Um diese Fragen zu beantworten, werde ich die Geschichte rund um den Fußball insbesondere in Deutschland bearbeiten. Fußball ist ein Ballsport, bei dem zwei Mannschaften mit je elf Spielern gegeneinander antreten.

Ziel des ganzen ist es, den Ball in das gegnerische Tor zu bringen. Es wird vorwiegend mit dem Fuß gespielt, jedoch dürfen die Feldspieler auch andere Körperteile, ausgenommen ihre Hände und Arme, verwenden.

Der Torhüter ist der einzige Spieler der jeweiligen Mannschaft, der den Ball innerhalb des eigenen Strafraums mit der Hand spielen darf. Die Anzahl der Spieler, die Regeln oder jegliche Spielformen wurden jedoch im Laufe der Geschichte geändert, weiterverarbeitet oder sind komplett in Vergessenheit geraten. Wie sich der Fußball aber genau verändert hat, werde ich in dieser Hausarbeit herausarbeiten und werde den Fragen auf den Grund gehen.

GeschichteBearbeiten

Die ersten FußballanfängeBearbeiten

Laut mehreren Quellen sind die ersten Fußballanfänge in China entstanden. Es war der chinesische Kaiser, der vor etwa 4700 Jahren den chinesischen Fußball Cuju als militärisches Ausbildungsprogramm für seine Soldaten einführte.

Das Spiel mit dem Ball sollte Konzentration, Geschicklichkeit und Teamgeist der Truppen fördern. Gespielt wurde damals einem mit Federn und Haaren gefüllten Lederball, der durch eine nur 30-40 cm breite Öffnung in ein schmales Netz befördert werden musste. Eine andere Variante des Spiels, welches ca 500-600 Jahre später in Japan entstand nannte sich japanische Kemari. Im Gegenteil zu dem Spiel in China wurde auf eine kampfbetonte Balleroberung verzichtet. Es gab also keine Teams die gegeneinander spielten, sondern Ziel war es den Ball sich auf enge Distanz zuzuspielen, ohne das dieser den Boden berührt.

Diese Art von Spiel wird heutzutage auch noch gespielt, hat aber wenig mit dem modernen Fußball zu tun. Wie auch der im Frühmittelalter spielenden Fussball in England, bei dem zwei Dörfer versuchten, einen Ball in das gegnerische Stadttor zu befördern. Das Spielfeld lag immer zwischen zwei Dörfern. Teilnehmer durften so viele Leute sein wie wollten, jedoch setzten sie sich schwere Verletzungen aus, da Tritte und Schläge nicht verboten wurden.

Geschichte des Fußballs in England

Den Anfang des modernen Fußballs machten Studenten der Universität Cambridge, indem sie 1848 die ersten Fußballregeln entwarfen. Davor wurde zwar an vielen Privatschulen und Universitäten Fußball zum populärem Spiel, allerdings waren die Regeln alles andere als einheitlich, was das gegeneinander spielen verschiedener Fußballmannschaften von Universitäten verhinderte. Die Spieler bestanden danach aus 15 bis 20 Spielern. Der erste Fußballclub, der FC Sheffield, wurde 1857 gegründet. 1863 tat sich historisches: Vertreter von elf Fußballclubs, Schulen uns Vereinen trafen sich im Herbst 1863 in der Londoner Freemason´s Taverne um eine Vereinheitlichung der Regeln vorzunehmen, die auch außerhalb von Cambridge gelten sollten.

Dazu gründeten sie den ersten Fußballverband der Welt, die Football Association, kurz FA. Da das Fußballspiel dem Rugby sehr ähnelte, setzten sich die Vertreter durch, das Spiel mit der Hand auf ein Minimum zu begrenzen. Das Regelwerk beinhaltete zu dieser Zeit 14 Stück und legte so die Grundlage für den modernen Fußballsport. Es waren noch nicht alle Regeln des Fußballs mit eingebunden und einige waren auch noch nicht in der endgültigen Verfassung. Erst 1866 wurde die sogenannte Abseitsregel eingeführt, später wurde der Sheffield Code eingeführt, welcher die Regeln des Eckballs und des Freistoßes beinhaltete. Im Jahre 1870 wurde die Anzahl der Spieler von der FA auf 11 Spieler pro Mannschaft begrenzt. Nur ein Jahr später wurde das Handspiel verboten, nur der Torwart durfte in seiner Spielhälfte den Ball in die Hand nehmen, musste diesen aber nach zwei Schritten wieder freigeben.

Jedoch waren einige Anhänger mit dem Verbot von Tritten, Halten und Tragens des Balles nicht zu akzeptieren, verließen die FA und gründeten daraufhin 1871 die „Rugby Football Union“ und trennten sich damit endgültig vom Fußball. In wenigen Jahren eroberte der Fußball die Herzen der breiten Masse. Da britische Arbeiter in den damaligen Arbeitskämpfen höhere Löhne und kürzere Arbeitszeiten durchgesetzt hatten, war es ihnen auch möglich sich dem Fußballsport zu widmen und es entwickelte sich insgesamt zum Lieblingshobby der Leute. Zeitgleich zu der wachsenden Beliebtheit feilte die FA weiter an den Regeln und sorgte für den organisatorischen Rahmen des neuen Massensports. Eine feste Ballgröße wurde 1872 von der FA festgelegt. Nur zwei Jahre später kam der Schiedsrichter hinzu, der das Spiel unter seinem sagen leitet.

Fußball in Deutschland

Wie kam der Fußball nach Deutschland?Bearbeiten

Während sich in England und in weiten Teilen Europas der Fußball schnell verbreitet, schwappte der neue Sport natürlich auch nach Deutschland über. Jedoch traf dieser zunächst auf starke Konkurrenz, denn Turnen war zu dieser Zeit Nationalsport und wurde deshalb von den Turnanhängern als „undeutsch“ oder als „englische Krankheit“ definiert.

Der neue Sport setzte sich durch die Widerstände der Turnvereine langsamer durch, wie in anderen europäischen Ländern und seine Ausübung wurde zunächst fast überall verboten. Jedoch gab es auch Förderer, die sich einsetzten den Fußball in Deutschland zu etablieren.

Der junge Braunschweiger Gymnasiallehrer Konrad Koch und sein Kollege August Hermann, der aus England einen Fußball kommen lassen, initiierten gemeinsam 1874 das erste Fußballspiel auf deutschen Boden. Das Spiel fand unter Aufsicht von Konrad und August auf dem „kleinen Exerzierplatz“ statt, indem der Ball zwischen die Schüler geworfen wurde und sie somit ein Mittel gegen die Kneipentouren gefunden hatten.

Auch das erste Fußball-Regelwerk in Deutschland legte 1875 Konrad Koch fest, jedoch orientierten diese an das damalige Rugby. Das Ziel war es, Disziplin und Teamgeist den Schülern zu vermitteln.

Auch wenn der Fußball immer noch einige Widerstände zu überwinden hatten, stieg die Anzahl der Fußballspieler ständig. Die ersten Vereine entstanden im Laufe der 1880er Jahre in Berlin, Hamburg und Karlsruhe. Der älteste und heute noch bestehende Fußballclub Deutschlands ist der BFC Germania 1888 der wie schon im Name steht 1888 gegründet.

Zwar gab es davor schon einige Vereine, die jedoch nur ein Turnverein waren und erst in den späteren Jahren zu einem Turn- und Sportverein verbunden wurden. Die meisten Vereine wurden aber erst Ende des 19. Jahrhundert gegründet, z.B. 1899 Hoffenheim, Hannover 96, Werder Bremen (1899) oder Bayern München (1900).

Der DFB und die erste NationalmannschaftBearbeiten

Der deutsche Fußballbund, kurz DFB wurde am 28. Januar 1900 in Leipzig gegründet. 86 Vertreter von 36 Vereinen gehören zur Gründungsversammlung des DFB. Der erste Präsident war Ferdinand Hueppe. Damit war der Grundstein für die rasante Entwicklung zum Volkssport und der des DFB zu sportlicher und gesellschaftlicher Größe gelegt. Jedoch waren einige Jahre vorher andere Verbände wie der „Bund Deutscher Fußballspieler“, der „Deutsche Fußball-und Cricket-Bund“ und viele mehr gegründet worden, diese waren aber auf Teilgebiete des deutschen Reiches beschränkt waren. Mit der Gründung des DFB gab es in ganz Deutschland einen Führungsverband, der ab 1903 die deutsche Meisterschaft ausspielt. Der erste deutsche Meister wurde der VFB Leipzig.

Am 21. Mai 1904 trat der DFB als achtes Mitglied dem Weltfußballverband bei. Heutzutage gilt der DFB als der Dachverband von 27 deutschen Fußballverbänden, denen mehr als 25000 Fußballvereine angehören. In Frankfurt am Main hat der Verein seinen Sitz und ist mit fast 7 Millionen Mitgliedern der angeschlossenen Vereine der größte nationale Sportfachverband der Welt. Schon bevor es die deutsche Nationalmannschaft gab, wurden bereits zwischen 1898 und 1901 mehrere inoffizielle Länderspiele gegen französische und englische Auswahlmannschaften ausgetragen. Jedoch werden sie von dem DFB nicht als Länderspiele anerkannt, sondern sind die sogenannten Ur-Länderspiele. Das Ziel war es schon 1900 bei der Gründung des DFB eine „Bundesmannschaft“ zu bilden, jedoch waren die finanziellen Probleme zu groß, um ein Länderspiel zu organisieren.

Da man 1908 keine Mannschaft zu den olympischen Spielen schicken konnte, der Fußball aber immer populärer wurde, setzte man sich das Ziel, eine Mannschaft für die olympischen Spiele für 1912 zu kreieren. Und so wurde acht Jahre nach der Gründung des DFB am 5. April 1908 das erste offizielle Fußballländerspiel des deutschen Fußballs ausgetragen. Dieses „freundlicher Länderkampf“ bezeichnete Spiel gewannen jedoch die Schweizer mit 5:3. Jedoch war es für die Schweizer schon das dritte Länderspiel und für die deutsche Nationalmannschaft das erste, was dafür spricht wenig Erfahrung gehabt zu haben. Jedoch gab es bei dem Spielerauswahlsverfahren viele Diskussionen zwischen dem DFB Spielausschuss und dem DFB Bundesvorstand. Es durften damals nur Spieler ausgewählt werden, die jeweils aus Teilen Deutschlands kamen, wo bereits geordnet Fußball gespielt wurde. So gaben Spieler aber große Probleme bekannt, das sie z.B von ihrer Nominierung aus der Zeitung erfuhren, bevor sie die offizielle Einladung vom DFB als Brief erhielten. Auch war die Anreise zu den Länderspielen oft sehr schwierig, was dazu führte, dass viele Spieler ihre Teilnahme absagten. Es wurde mit Strafen für Absagen gedroht, bis hin zur Regelung einführte, dass Vereine, die ein Spiel verloren hatten, während ein Spieler abgestellt war, das Spiel wiederholen durften. Man kam sogar auf die Idee, an einem Tag zwei Spiele durchzuführen, um genau 22 Spieler zu nominieren und des Diskussionen aus dem Weg zu gehen.

So wurden am 4. April 1909 zwei Länderspiele angesetzt. Wieder spielte man gegen die Schweiz, jedoch stellte man ausschließlich süddeutsche Spieler auf, die einen 1:0 Sieg einfahren konnten, während Spieler aus Nord- und Mitteldeutschland in Budapest gegen Ungarn ein 3:3 Unentschieden erzielten. Damit war klar, das sich Spieler aus gleichen Gebieten kannten und auch besser eingespielt waren.Der DFB achtete aber bei der Ansetzung der Länderspiele nicht auf wichtige Ereignisse im Vereinsfußball. Gegen Belgien in Duisburg fand 1910 sogar nur einen Tag nach dem Finale um die Deutsche Meisterschaft in Köln statt, jedoch sagten einige Spieler ab und es waren wenige Stunden vor Beginn des Spiels nur sieben Spieler zusammengekommen. Deshalb wurden sogar Fußballer aus dem Duisburger Publikum aufgestellt und auch der Schiedsrichter war derselbe, der das Endspiel der Meisterschaft leitete.

Bevor die Nationalmannschaft erschaffen wurde, fanden die ersten großen Fußballturniere bei den olympischen Spielen in 1900 und 1904 als Demonstrationssportart statt, in 1908 dann als offizielle olympische Sportart. Die deutsche Nationalmannschaft trat jedoch erst 1912 in Stockholm an. Sie spielten gegen Österreich, Russland und Ungarn. Gegen Russland gelang der deutschen Nationalmannschaft mit 16:0 der höchste Sieg in der laufenden deutschen Fußballgeschichte. Bei den anderen zwei Gegnern gab es jedoch jeweils eine Niederlage. Gegen Österreich verlor das deutsche Team 1:5 und gegen Ungarn 1:3. Weitere Spiele sollten 1914 angesetzt werden, die jedoch durch den Ausbruch des ersten Weltkriegs hinfällig waren. Auch hatte man sich große Ziele für die in Berlin stattfindenden olympischen Spielen gesetzt, aber es wurden keine Länderspiele während des Krieges ausgetragen. Es starben sogar 12 Nationalspieler als Soldaten an der Front.

Der deutsche Fußball nach dem ersten Weltkrieg


Der erste Weltkrieg verursachte erhebliche Umwälzungen der politischen Beziehungen in Europa und drückte die Konflikte zwischen den Nationen aus. Frankreich und Belgien drohten einen Fußballboykott, als die Schweiz sich bereit erklärte das erste Länderspiel gegen Deutschland zu spielen. Jedoch ließen sie sich nicht einschüchtern, worauf England den Ausschuss von Deutschland, dieser wurde aber abgelehnt.

Die deutsche Nationalmannschaft war erst 1928 wieder bei olympischen Spielen zugelassen, jedoch wurde man von Uruguay aus dem Turnier geworfen.

1931 trug man das erste Länderspiel gegen Frankreich aus, die Beziehungen waren durch den ersten Weltkrieg aber immer noch stark belastet.

Der deutsche Fußball hatte sich zu dieser Zeit immer weiter in den Vordergrund gerückt, er wurde immer stärker und populärer. Zwar hatte die Nationalmannschaft in der Zeit von 1920 bis 1933 23 Siege, 13 Unentschieden und 19 Niederlagen zu zeigen, die eher mäßigen Leistungen lassen sich durch die Zersplitterung im deutschen Fußball begründen. Man nominierte auch nicht die spielstärksten, sondern aus den eigenen Reihen der verschiedenen Landesverbände.

Über den Nationalsozialismus und das „Wunder von Bern“ bis hin zu vielen Welt- und Europameisterschaften und dem vierten Stern, wurde die deutsche Nationalmannschaft eine der besten der Welt. Über die Jahre hinweg entwickelte sie sich zu einer Fußballmacht. Aber nicht nur die Nationalmannschaft entwickelte sich nach dem 1. Weltkrieg weiter, sondern auch die einzelnen Vereine. Es wurden stetig mehr, die zahlreichen Ligen wie die 1., 2., und 3. Bundesliga wurden perfektioniert und so ein strukturiertes System entwickelt. Auch mit dem einführen des DFB Pokals und der Champions League können sich Vereine international und deutschlandweit messen.

FazitBearbeiten

Meiner Meinung nach wurde der Fußball in Deutschland durch den Gymnasiallehrer Konrad Koch populär. Aber wäre dieser nicht auf die Idee gekommen, den Fußball nach Deutschland zu bringen, wäre das Spiel durch etwas anderem oder eine andere Person nach Deutschland gedrungen. Wäre es auch nicht 1974 gewesen, würde ich sagen, dass es nicht länger gedauert hätte, denn der Sport war in der damaligen Zeit sehr beliebt gewesen bei den Leuten.

Jedoch hat die Gründung des DFB deutlich dazu beigetragen, den Aufschwung des deutschen Fußballs zu bringen. Denn mit dem DFB kam die Nationalmannschaft zu Stande und im Laufe der Zeit der gut spielende Fußball. Auch wurde das System entwickelt, die deutschen Mannschaften in verschiedenen Ligen zu spielen. Um die Frage zu beantworten, würde ich behaupten das das 19. Jahrhundert der Durchbruch war. Wie oben schon beschrieben mit der Einführung des DFB, der vielen Vereine und der Gründung der Nationalmannschaft wurde der erfolgreiche Weg des deutschen Fußballs geschaffen.

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