FANDOM



Diese Zusammenfassung der Telekommunikationsmöglichkeiten soll dem Leser einen guten Überblick der wichtigsten Entwicklungen in diesem Bereich systematisch strukturiert, im Bezug auf das 19 Jh. geben. Des Weiteren ist darauf hinzuweisen, wie rasant sich dieser Sektor heutzutage entwickelt, fast jährlich werden neue Techniken und Innovation geboren, welche aber letztendlich auf dieser soliden Grundbasis aufbauen. Abschließend spielt aber die Umsetzung und staatliche Bereitschaft, auch eine entscheidende Rolle, um eine Möglichkeit der Teilnahme eines weiten Personenkreises zu erreichen.


Überblick

Zeittafel:

1800 Alessandro Volta „Strom bewegt sich entlang eines Leiters“.

1809 Samuel Thomas von Soemmerring elek. ch. Wasser Telegrafen

1832 Michael Faraday Induktion „Magnetfeld um stromdurchflossenen Leiter“

1833 Weber und Gauß „Spannungsimpulse durch Umpolen“

1835 Paul Freiherr Schilling von Canstadt in St. Petersburg Nadeltelegrafen

1836 Carl August von Steinheil Drucktelegrafen

1837 Schreib-Telegraf (Samuel Morse)

1854 Charles Bourseul „Referat über mögl. elek. Sprachübertragung

1861 vorläufiges Telefon des Philipp Reis

1866 Erste Telegrafie-Verbindung über den Atlantik

1876 Telefon von Alexander Bell USA

1877 Siemens stellt Kabel für Telefone her

1881 Erstes öffentliches Fernsprechamt

1888 Elektromagnetische Funk- und Radiowellen (Heinrich Hertz Deutschland)

1889 Automatische Fernsprechvermittlung (Almon Brown Strowger USA)

1891 Telefonkabel zw. GB und F

1896 Drahtlose Telegrafie Empfänger (Guglielmo Marconi IT)

1899 Drahtlose Verbindung zwischen GB und F


(Nach Kursbuch Geschichte Müller+Rauch 2010 Cornelsen)

schriftliche Nachrichtenübermittlungen

Postverwaltungen im deutschen Raum

Die älteste Methode über weite Strecken miteinander zu kommunizieren, ohne Einbeziehung einfacher verbaler Weitergabe, ist der gegenseitige postalische Austausch in Form von Schriftstücken. Diese Vorgehensweise bietet erstmals dem Empfänger die Möglichkeit, den Wortlaut des Verfassers von ihm persönlich niedergeschrieben zu erhalten. In dem folgenden Abschnitt befasse ich mich mit dem Postwesen des deutschen Raumes im 19. Jahrhundert.

Zum Beginn bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts waren viele unterschiedliche Postverwaltungen von den Königreichen und Fürstentümern verwaltet und organisiert. Die folgende Karte stellt die Postgebiete um 1830 dar.










Ttpost

(http://de.wikipedia.org/wiki/Thurn_und_Taxis 1.1.2015)

Um eine Sendung aufzugeben, musste sich der Absender an das nächstgelegene Postamt wenden, damit er sie hierüber in den Versand bringen kann. Das Entgelt, welches für die Beförderung verlangt wurde, richtete sich nach der Entfernung, die überwunden werden musste, aber auch für den Transport über fremde Postgebiete wurden zusätzliche Gebühren verlangt.

Die Beförderung der Post Bearbeiten

Als 1871 das Deutsche Reich gründet wurde, wurde im gleichen Zuge „die Post des Deutschen Reiches“ aufgebaut, sie umfasste alle Schutzgebiete ihres, außer Bayern und Wüttenberg. Die beiden behielten weiterhin ihre eigenen Postverwaltungen.

Vor der Einführung des Automobiles fand die Zustellung zumeist durch Postkutschen über weite Strecken hinweg statt.

Postkmitq

(Die Post Ihre Geschichte in Wort und Bild Gottfried North R. v. Decker)

Anfang des 19. Jahrhunderts ca. 1815 lag die durchschnittliche Geschwindigkeit einer Postkutsche bei 4km/h, bei einer maximalen Fahrzeit von 15 Stunden ergab sich eine Tagesleitung von ca. 60km. Dementsprechend konnte es längere Zeitdauern, bis eine Mitteilung ihren Empfänger auch erreichte.

Die Verfassung von Schriftstücken

Die Post durfte nur von seinem Empfänger geöffnet werden, dies war schon damals in der preußischen Postordnung verankert. Zur Gewährleistung dessen brachte man auf wichtigen Mitteilungen ein Siegel an. Wer das Siegel unberechtigt brach, dem drohten empfindliche Strafen. Die meisten aller Briefe wurden durch Schreibfedern verfasst, welche in Tinte eingetaucht werden.

Als Schreibmaterial benutzte man Zellstoffpapier, welches aus alten Textilen hergestellt wurde.

Brief1829

(Die Post Ihre Geschichte in Wort und Bild Gottfried North R. v. Decker)

Die Telegrafie

optische Telegrafie

Die optische Telegrafie beschreibt die Übermittlung von Nachrichten über längere Entfernungen, mittels Licht- und/oder Sichtzeichen. Sie stellt die erste und einfachste Art einer unpersönlichen Kommunikation dar. Der Mensch machte sich diese schon seit er logische Denkprozesse bewältigen kann zur nutze, zum Beispiel die Indianer in Amerika gaben sich, wenn das Wetter es erlaubt Rauchzeichen. Hierbei wird aber schon ein Problem dieses Übertragungsweges angesprochen, da man zumeist auf optimale Wetterbedingungen angewiesen ist, können nicht zu allen Zeiten bzw. Witterungsphasen Zeichen gegeben werden. Anfang des 19. Jahrhunderts (1792) fand Claude Chapp zum ersten Mal Gehör für ein Projekt in Form von Flügeltelegrafen, welche durch Einstellung mechanischer Zeiger in einer bestimmte Stellung Informationen sichtbar machen konnten. Durch Fernrohre konnten die Stellungen auch in weiter Distanz wahrgenommen und wiederum weitergeleitet werden. Napoleon baute daraufhin ein Netzwerk zwischen 29 Städten mit 534 Stationen auf. Er nutzte es vor allem für militärisch entscheidende Kommunikation, außerdem wurden die Botschaften in einem Geheimcode gesendet, welcher nur wenigen bekannt war. Bad darauf (1832) folgte Preußen mit einer Verbindung zwischen Koblenz und Berlin. Die Privatperson hatte von der optischen Telegrafie direkt keinen relativen Nutzen, da aufgrund der technischen Gegebenheiten eine Übertragung von vielen mehreren Signalen unmöglich gewesen wäre, indirekt beeinflusste sie aber das Handeln von wichtigen Personen, welche politische Entscheidungen trafen, die letztendlich auch indirekt den Bürger betreffen, z.b. Ankündigung des Einmarsches feindlicher Truppen.

(http://informatik.bildung-rp.de/fileadmin/user_upload/informatik.bildung-rp.de/Projekte/pdf/OptischeTelegrafie.pdf 1.1.2015)

Versuche der Impulsübertragung aufgrund Voltas Erkenntnissen

Volta fand um 1800 heraus, dass Strom sich entlang eines Leiters bewegt. Aufgrund dessen entwickelte er die voltasche Säule, sie ist die erste funktionierende Batterie. Nun wurde es möglich gemacht den elektrischen Strom sich zur Nutze zu machen, und ihn zu erforschen.

(http://www.krist.com/alessandro-volta-steckbrief 1.1.2015)

Bereits im Jahr 1809 entwickelte der Anatom Samuel Thomas von Soemmerring einen elektrisch betriebenen Telegrafen, welcher jedes Signal mit einem separaten Leiter übertrug und es in Form einer chemisch ausgelösten Zersetzung des Wassers anzeigte.

(http://www.deutsche-biographie.de/pnd118805193.html 1.1.2015)

Diese Versuche spielten sich aber in wissenschaftlichen Ebenen ab und waren zurzeit nicht ansatzweise alltagstauglich, aber sie schufen eine entscheidende Grundlage zur weiteren Erforschung dieser Thematik.

Hypothesen der Telegrafie in Einbezug der Entdeckungen Fraradays

Im Jahr 1820 entdeckte ein dänischer Physiker Hans Christian Örsted, dass jeder stromdurchflossene Leiter ein eigenes Magnetfeld besitzt. Michael Faraday ein englischer Naturforscher zog aus dem die richtigen Schlüsse und fand die Funktionsweise der Induktion heraus (1832). Ab jetzt war es möglich mithilfe von Spulen unterschiedliche Impulse zu erzeugen und zu empfangen. (http://www.bhak-bludenz.ac.at/physik/geschichte/physiker/faraday.shtml 1.1.2015)

Bereits ein Jahr später gelang Wilhelm Weber und Carl Friedrich Gauß die erste telegrafische Nachrichtenübertragung zwischen dem Physikgebäude im Zentrum der Stadt Göttingen zur außerhalb gelegenen Sternwarte. Als Signalüberträger fungierten positive oder negative Spannungsimpulse, die durch spezielles Umpolen und Auf- und Abbewegen einer Induktionsspule in Gang gebracht wurden.

(http://www.wiki-goettingen.de/index.php?title=Gau%C3%9F-Weber-Telegraf 1.1.2015)

Schreib-Telegraf (Samuel Morse)

Im Jahr 1832 entwickelte der Maler Samuel Finley Breese Morse einen Schreibtelegrafen aufgrund der Erkenntnisse von Wilhelm Weber und Carl Friedrich Gauß.

Die Funktionsweise dieses Morsetelegrafen:

Die Sendestelle und die Empfangsstelle sind in einem Stromkreise miteinander zusammengeschaltet. Das Betätigen einer Taste schließt den Stromkreis und ein elektrisches Signal wird durch eine Leitung zum Empfänger übermittelt. Er besteht aus einem Elektromagneten, der in der Frequenz der Signale einen Stift anhebt. Ob der Stift lange oder kurze Striche auf das Papier schreibt, hängt von der Frequenz ab. Das Papierwerk läuft mit gleichmäßiger Geschwindigkeit ab. Auf dem Papier ist nun eine Nachricht, in Form von einem Morsecode abgebildet. Jedem Buchstabe wird eine eigene Kombination von Punkten und Strichen zugeordnet. Dieser sogenannte Morsecode verliert über längere Wege an Stärke und ein Leitungsrauschen entsteht. Damit auch längere Strecken bewältigt werden können, musste er regelmäßig von Verstärkern aufgefrischt werden.

(http://www.uvhg.de/unterricht/fachbereich-mnt/informatik/geschichte-der-informatik/vom-morsetelegraphen-zum-mobiltelefon.html 9.1.2015)

Schematische Darstellung:

M2-telegraf
(http://lernbuch.lernetz.ch/swisscom/handytechnik/content/u15fe_Figur%2011.jpg 1.1.2015)

Reale Darstellung:

M-telegraf

(https://d2mpxrrcad19ou.cloudfront.net/item_images/312735/8299475_fullscreen.jp"g 1.1.2015)

Dieser Telegraf brachte als erstes Gerät eine spürbare Veränderung der Kommunikation eines normalen Bürgers. Er konnte sich an die nächstgelegene Telegafenstation wenden und ein Telegramm in auftag geben. Die Nachricht gelangte jetzt in Minuten bzw. Stunden an den gewünschten Empfänger, zuvor über einen Postweg hätte dies Tage bzw. Wochen gedauert. Die Annahme dieser Technologie und der Ausbau des Telegrafennetzes tragen zur dieser Entwicklung entscheidend bei, weil der Morsetelegraf eine zunehmende Akzeptanz genießt und massentauglich agiert.

Q4: Cyrus Fields, US-amerikanischer Geschäftsmann und wesentlicher Finanzier des Transatlantikkabels, in einem Brief an seinen Bruder Henry:

"Er [der Telegraph] bringt die Länder der Welt zusammen. Er verbindet die getrennten Hemisphären. Er vereint entfernte Nationen und gibt ihnen das Gefühl, Teil einer großen Familie zu sein []. Ein Meereskabel ist keine Eisenkette, die kalt und tot in den eisigen Tiefen des Atlantiks begraben ist. Es ist eine lebendige Verbindung aus Fleisch und Blut, die getrennte Teile der menschlichen Familie vereint, und die stets von Liebe und Zärtlichkeit durchpulst ist. Diese starke Bande tragen dazu bei, die menschliche Rasse in Frieden und Einmütigkeit zu einen []. Es scheint, als wäre diese Meeresnymphe, die sich aus den Wellen erhebt, geboren worden, um vom Frieden zu künden."

(https://www.philhist.uni-augsburg.de/lehrstuehle/geschichte/didaktik/forschung/weltgeschichte_e-learning/quellen/text/textquelle_1.html 1.1.2015)

Telegrafische Vernetzung

Im Jahr 1866 wurde das erste Telegrafiekabel über den Atlantik verlegt. Im ehemaligen Preußen baute 1848 bereits die Firma Siemens zwischen Berlin und Frankfurt die erste innereuropäische Telegrafenverbindung einer längeren Strecke auf. Im gleichen Atemzug baute sie das russische Telegrafennetz bis 1855 länderübergreifend aus.

Eine weitere wichtige Verbindung stellt die nach Indien dar. Eine Überlandverbindung nahm ihren Lauf über die Türkei, Kleinasien, Persien und durch den Persischen Golf per Seekabel nach Karachi.

Karte um 1901:

Graf-map

(http://www.asia-europe.uni-heidelberg.de/fileadmin/Pictures/Magazine/Verkabelung_der_Welt/Foto3_1901EasternTelegraphweb.jpg 1.1.2015)

Q2: Gedicht anlässlich der Verlegung des Transatlantikkabels 1866, unbekannter Autor:

"Es ist vollbracht!

Die wilde See bezwungen ist,

nicht mehr getrennt die Nationen sind;

mit verschränkten Händen die Kontinente fühlen

wie das Herz des anderen schlägt.

Schnell, schnell, Kabel und rolle

einen Gürtel der Liebe um die Erd'

bis alle Nationen der unter der Sonne

Brüder sind an einem Herd."

(https://www.philhist.uni-augsburg.de/lehrstuehle/geschichte/didaktik/forschung/weltgeschichte_e-learning/quellen/text/textquelle_1.html 1.1.2015)

Der Autor lobt in diesem Gedicht das Gemeinschaftsgefühl, welches durch die Telegrafenkabel entsteht. Des Weiteren begrüßt er das die Kommunikationsbarriere, die der Atlantik schaffte, jetzt sehr schnell überwunden werden kann und so die Nationen zusammenrücken. Letztlich wünscht er sich die globale Vernetzung damit jeder, die Chance hat daran teilzunehmen.

Die Telefonie

Referat des Charles Bourseul über mögliche elektronische Sprachübertragung

Charles Bourseul schrieb in der französischen Zeitung „L'Illustration de Paris“ am 26 August 1854 den Artikel:

„Téléphonie électrique“

„...Vorausgesetzt das die Person gegen eine Platte spricht, die beweglich genug ist, um die Vibrationen der Stimme aufzunehmen und nicht zu verlieren. Dass die Schwingung der Platte den Strom einer Batterie abwechselnd öffnet und wieder schließt, dann ist es möglich in einiger Entfernung eine zweite Platte, die in den Stromkreis eingeschaltet ist, zur gleichen Zeit die gleiche Schwingung ausführen zu lassen ...“

In ihn entstand die erste Idee einer elektronischen Sprachübertragung zwischen einem Empfänger und einem Sender. Jedoch wurde seinen Ideen zunächst keine Beachtung geschenkt und aus privaten Gründen und der fehlenden Finanzierung gab er sie auf und sie kamen zunächst in Vergessenheit.

Im Jahr 1882 erwähnte ihn aber Alexander Graham Bell und Thomas Alva Edison als ihren entscheidenden Inspirationsgeber. Aufgrund dieser Tatsache wurde die Summe seiner monatlichen Alterssicherung beträchtlich erhöht. (http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Bourseul 1.1.2015)

„Telephon“ des Philipp Reis

Unter Einbezugnahme der Erkenntnisse, welche durch Bourseul gewonnen werden konnte, stellte Philipp Reis 1861 sein „Telephon“ vor.

Es besteht aus drei Hauptkomponenten:

-Einer Elektrizitätsquelle in Form von zwei Voltasäulen.

-Einem Mikrofon, welches aus einer Schweinsblase, die einen Hebel aufgrund von Schallwellen bewegen kann, besteht.

-Einem Schwingungsverstärker (Lautsprecher), welcher aus einer mit Draht umwickelten Stricknadel in einer Zigarrenchartule zusammengesetzt ist.

Diese Komponenten werden über einen Stromkreis zusammengeschlossen. Der Hebel bewegt sich aufgrund der Schwingungen der Schweineblase unterschiedlich und unterbricht somit den Stromfluss in einer ungleichmäßigen Weise. Dadurch wird die Stricknadel in Schwingungen versetzt und der Hohlraum der Zigarrenchartule verstärk die Schwingungen hörbar. Ein verständlicher Ton entsteht.

Versuchsaufbau bei einer Vorstellung:

Reis telephone zeichnung 387px

Leider konnte Reis seine Erfindung nicht weiter entwickeln, weil er aufgrund einer Tuberkulose, die ihn letztendlich sein Leben kostete, nicht weiter imstande dazu war. Die Weitererforschung dieses Themenbereiches überließ er letztendlich anderen Forschern. Sein zuletzt entwickeltes Projekt war noch nicht verkaufsfähig, da es noch zu störanfällig vor allem auf lange Distanzen reagierte.

(http://www.bayern-online.com/v2261/showdetl.cfm?DID=203&Product_ID=24773&CATID=1349&Druckvorschau=1 1.1.2015)

Telefon des Alexander Bell

Alexander Bell beschäftigte sich 1876 mit den Problemen und entwickelte daraufhin eine Weiterentwicklung des Telefons und lies sich diese patentieren. In seiner Weiterentwicklung kann ein Gerät sowohl zur Sprachaufnahme als auch zur Sprachwiedergabe benutzt werden.

Die Verbindung zwischen zwei solcher Geräte mithilfe einer zweipoligen Drahtleitung stellt einen einfachen Kommunikationsweg dar, spricht man in die Schallöffnung eines hinein, dann setzt sich die Eisenplatte in Schwingungen und lässt in der Spule die Induktionsströme zu Sprechströmen umsetzen. Dieser Sprechstrom kann über eine Leitung zu dem Zweiten weitergeleitet werden und das Magnetfeld, welches aufgrund der Sprechströme beeinflusst wird, regt die Eisenplatte wiederum zu Schwingungen an. Daraufhin wird hier die Sprache annährend unverändert wiedergegeben.(http//www.uvhg.de/unterricht/fachbereich-mnt/informatik/geschichte-der-informatik/vom-morsetelegraphen-zum-mobiltelefon.html 1.1.2015)

Bell1

(http://bildbasis.de/images/large/000258.jpg 1.1.2015)

Bells Telefon erweist sich als alltagstauglich, weil es auch über längere Strecken relativ verlustfrei Sprache übertragen kann. Durch den zunehmenden Ausbau des Telefonnetzes ist fast jeder Mensch, im 19. Jahrhundert, der sich in einem entwickelten Land aufhält telefonisch erreichbar. Kommunikation ist ab jetzt in Echtzeit mit der eigenen Sprache über große Kontinente hinweg möglich. Eine Information kann sich innerhalb von Sekunden über den gesamten Erdball ausbreiten.

Fernmeldeämter

Die Fernmeldeämter öffneten der einzelnen Person die Möglichkeit zur Teilnahme an der telefonischen Kommunikation. Unter ihrer Leitung stand der Ausbau und die Erschließung der Gebiete in ihrem Einzugsbereich, da sie unter staatlicher Kontrolle arbeiteten, war ihr Ziel alle Regionen zu erschließen, in denen Bürger lebten. Die technische Betreuung war ebenfalls eine wichtige Aufgabe, da vor 1889 jedes Gespräch per Hand vermittelt werden musste. Des Weiteren musste sie die Funktionsfähigkeit des Telefonnetzes sicherstellen und die entsprechend Wartung und Störungsbehebungen durchführen. Letztlich fielen verwaltungstechnische Aufgaben wie die Abrechnung der Telefongespräche und die Führung von Telefonbüchern in ihren Aufgabenbereich.

(http://www.bayern-online.com/v2261/showdetl.cfm?DID=203&Product_ID=23681&CATID=1349&Druckvorschau=1 1.1.2015)

Durch ihren hoheitlichen Auftrag konnte die Kommunikation kontinuierlich ausgebaut werden, sodass bereits zur Jahrhundertwende(1899) Berlin über 50 000 Telefonanschlüsse zählt.

(http://www.fernmeldemuseum-aachen.de/html/zeitFon.html 1.1.2015)

Im Zuge der Postreform II (1995) wurde das Telekommunikationsnetz privatisiert und alle staatlichen Monopole in diesem Bereich wurden aufgelöste. Die Pflichten + Aufgaben der Fernmeldeämter gingen auf die Betreiber bzw. Besitzer der Netzabschnitte über. Die Bundesnetzagentur wacht trotzdem bis heute über alle Betreiber im Telekommunikationssektor. Sie schützen das Verbraucherrecht, indem sie z.b. entscheidet, welche Bandbreiten und Standarte (DIN) in der Telekommunikation benutzt werden müssen, sodass dem Kunden ein Wechsel des Anbieters erleichtert wird oder z.b. erzwingt sie den Ausbau in einer infrastrukturarmen Region.

(http://www.telekom.com/medien/medienmappen/regulierung/1902 1.1.2015)


Ausblick ins Drahtlose

An dieser Stelle bleiben die Entwicklungen nicht stehen, Ferdinand Braun entwickelt zusammen mit Guglielmo Marconi eine Möglichkeit kabellos zu kommunizieren auf Hertzbasis. Hierbei sei letztlich das Jahr 1982 genannt, in dem der Start eines Kommunikationssatelliten möglich wurde. Ab dann war und ist es bis heute möglich zu telefonieren, sobald man sich unter freiem Himmel aufhält.


Fazit: der Mensch und Telekommunikation

„Der Urquell aller technischen Errungenschaften ist die göttliche Neugier und der Spieltrieb des bastelnden und grübelnden Forschers und nichtminder die konstruktive Fantasie des technischen Erfinders“ (Albert Einstein 1930 Funkmesse).

Von den ersten Versuchen der optischen Verbindungen bis heute: Die Grundhaltung von uns Menschen hat sich nicht geändert. Das Nötige fördert immer einen Wunsch, das das Mögliche vorantreib. Dort wo ein Wille ist, dort ist auch ein Weg, das Erreichte bring immer neuere bessere Wünsche hervor, die Telekommunikation wandelt sich und wechselt von einfachen primitiven Möglichkeiten bis zum durchdachten System zum dem jeder jederzeit Zugang hat. Eine sekundenschnelle Nachrichtenübermittlung für alle denkbaren Lebensbereiche trägt dazu bei, dass Entfernungen ihre Dimensionen und an Härte verlieren.

„Das Streben der Menschen miteinander und untereinander Verbindung zu halten ist so alt wie der Mensch selbst.“ (Telekommunikationsoperator 1930 Funkmesse)

Q8: Sir John Pender, Vorsitzender der Gutta Percha Company, zur Bedeutung des Telegrafen 1894:

"Die Telegraphie hat oftmals den Abbruch der diplomatischen Beziehungen und damit Dauerkriege verhindert. Sie stellt ihre Bedeutung für Frieden und Glück auf der Welt immer wieder unter Beweis []. Es besteht kein Anlass für böse Gefühle oder auch nur den kleinsten Grund zur Klage. Das Kabel hat das Übel der Missverständnisse, die zum Krieg führten, bereits im Keim erstickt." (https://www.philhist.uni-augsburg.de/lehrstuehle/geschichte/didaktik/forschung/weltgeschichte_e-learning/quellen/text/textquelle_1.html 9.1.2015)

Es versteht sich, dass die Kommunikation auch Nachteile mit sich bringt, hier verweise ich auf den Datenschutz (aktuell z.b. NSA bzw. Geheimdienste) und auch das Abhängigkeitsverhältnis, was aus der Nutzung der Informationstechnologie resultiert.

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki